Donnerstag, 14. August 2008

Ferien-Job





Hola zuammen,


ich weis, hab mich schon lange nicht mehr gemeldet. Das heisst allerdings nicht das es mir schlecht geht. Im Gegenteil, die Arbeit in diesem Hotel gefällt mir sehr gut. Wenn ich nicht gerade am Pflanzen giessen bin, stelle ich aus Draht Blumenkörbe her oder verbringe die täglichen sechs Stunden Arbeit mit putzen und Pool reinigen. Im Moment kreire ich Lampenschirme für die unzähligen Glühbirnen die einem abends ins Gesicht blenden, aus Stoff und Draht. Nähen ist angesagt.

Nebst den Arbeitstagen gibts natürlich auch Freitage. Seitdem der Cheff in den Ferien ist, nicht nur einen die Woche!! In der Regel gehe ich an diesen Tagen wandern. Die Region Vilcabamba hat viele kleinere, grüne Berge und die dazugehörigen Täler. Ich sag nur, schaut euch die Fotos an.

Bis bald meine lieben

Rodolfo

Dienstag, 8. Juli 2008

Drei Basler in Canoa





Ein Hallo aus Canoa.

Liebe Familie und Freunde,
nach ein paar Tagen in Cuenca, der dritt grössten Stadt Ecuadors hat es mich wieder an die Küste gezogen. Und zwar nach Puerto López. Ehemals ein Fischerdorf und heute ein Ferienort mit ca 20´000 Einwohnern. Das Besondere an diesem Ort: zwischen Juni und August feiern nahe der Küste Buckelwale ihre Hochzeiten. Springen aus dem Wasser und hinterlassen gewaltige Fontainen. Ich habe mit einem kleinen Boot eine solche Tour gemacht. Suuper, doch bei dem Wellengang ein brauchbares Foto zu schiessen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Nach einer Woche in diesem Ort zog es mich noch weiter richtung Äquator. Ein halbes Grad südlich nach Canoa. Ein wirklich kleines Dorf mit wenig ausländischen Turisten, aber einem gewaltigen Strand und teilweise doch ganz kräftigen Wellen.

An diesem gemühtlichen Fleck hab ich dann zwei liebe Freunde aus der Schweiz getroffen. Jasmin und Flo, die seit ende Januar von Mexico her richtung Süden reisen.

Nach zehn entspannenden Tagen am Strand sind wir dann gemeinsam ( sie mit Bus ich mit Töff) weiter nach Guayacil (grösste Stadt Ecuadors) und Loja. Hier in Loja konnte ich auch meinen 29. Geburtstag mit ihnen feiern....... super Sache!!!

Ach ja, ende dieser Woche beginne ich in einem Hotel in Vilcabamba zu arbeiten. Ist eine Stelle ohne Lohn, aber um noch ein bisschen Spanisch zu lernen sicher nicht schlecht.

Ganz liebe Grüsse diesmal von Jasmin Flo und Rolf

Freitag, 13. Juni 2008

Equdoooooooor !




Hallo meine Lieben,


nach der Inka-Stadt Machupicchu bin ich weiter richtung Lima. Nach drei Tagen anstrengender Fahrt mit Übernachtungsstops in Puquio, Nasca und Ica hab ich dann am 7. Juni Lima erreicht. Zwischen den ersten beiden Dörfern ist mir das Kupplungskabel gerissen. Ist nicht wirklich tragisch aber 70 km fahren und schalten ohne zu kuppeln ist für´s Getriebe auch nicht das Wahre.

Lima, die wahrscheinlich farbigste Grossstadt der Welt. Konnte nicht alle Teile der Stadt besichtigen da sie schlicht zu gross ist und ich nur gerade zwei Tage dort war. Ansonsten macht sie durch die vielen farbigen und zum teil alten Häuser einen gemühtlichen Eindruck.

Nach Lima zog ich mit meinem inzwischen guten zweirädrigen Freund weiter richtung Norden. Ich hatte dann auch gleich meine erste Bekanntschaft mit korrupten Bullen. Die haben mich wegen angeblicher Geschwindigkeitsübertretung angehalten (stimmt allerdings auf keinen Fall). Daraufhin wollte der eine eine Geldstraffe von 340 Soles kassieren, was ungefähr 120 Dollar entspricht! Naja, hatte nur noch 100 Soles in der Tasche welche er dann dankend und grinsend an sich nahm.

Die Gegend bislang nur noch staubig, arm und nach altem Fisch stinkend (Küstenregion). Grund genug für mich Peru zu verlassen. Brauste dann, getrieben von der Sehnsucht ein schöneres Land zu finden, nach Equador. Und tatsächlich, ein grünes hügeliges Bergland mit schwarz-weissen Kühen auf den Weiden wie im fribouger Jura. Ein kleinwenig Heimwehgefühl kam auf.

Ja und nun sitze ich in Cuenca, der drittgrössten Stadt Equadors. Erreicht nach wieteren drei Tagen kräftezehrender Fahrt auf kurfenreichster Strasse. Zustand der Strasse; übersäht mit Schlaglöchern bis gar kein Asphalt. Ich sage nur, mein Hintern tut dermassen weh, dass es mir schwer fällt vor dem PC zu sitzen..........au!


Aber an sonsten gehts mir recht gut da Equador einiges sympatischer ist als der Norden Peru´s.

Ganz liebe Grüsse aus Übersee


Rodolfo

Dienstag, 3. Juni 2008

Im Hezen des Inka-Reiches





Hola Muchachos,

ich bin seit ca. zwei Wochen in Peru unterwegs. Nach einem 2 stündigen aufenthalt am Zoll hat dann doch alles mit den Moto-Papieren hingehauen und ich durfte passieren. Erste Nacht in Tacna. Die erste Stadt nahe der chilenischen Grenze. Anschliessend weiter nach Arequipa wo ich von einem Tour-Operator in festen Griff genommen wurde. Der hat es dann auch geschafft, dass ich bei ihm eine 4 tägige Tour zum Machu Picchu für 200$ gebucht habe. Soweit sogut......
Bin dann weiter via Juliaca am Titicaca- See nach Cusco. Nach vier Tagen aklimatisierung ging es los zur Tour.
1. Tag mit Bus auf ein Berg und runter mit dem Mountenbike. Hatte drei Platten, einen losen Steuersatz und von den Bremsen möcht ich garnicht sprechen! (Abenteuer, wie ich´s wollte, hmm)
2. Tag viel bergauf laufen auf den alten Inka-Pfaden. Panorama wunderschön aber heiss wie Sau. Und auf einem Quadratcentimeter Haut ca. 500 Mücken die das Ganze nicht gerade erleichterten. ( sind eigentlich keine richtigen Mücken sondern kleine Fliegebiester die dich einfach blutig beissen und die Haut essen wollen) Am Abend dann entspannen in den lang ersehnten Thermal-Bädern.
3. Tag weiter laufen entlang von Zuggeleisen. Ganz schön Anstrengend da der Abstand der darunterliegenden Holzbalken zu klein ist um immer einen zu nehmen und zu gross um jeweils einen zu überspringen.
4. Tag früh Morgens Aufstieg zum Machu- Picchu. Ich habe die Treppentritte nich gezählt, aber es wahren bestimmt einige Millionen......
Der alte Berg dann ganz schön eindrücklich, in leichte Schleier vom Nebel gehüllt. Eindrücklich ebenfalls die ca. 20000 Turisten die täglich da rauf ströhmen!!!!

Am Abend des 3. Tages musste ich unserem Guide weitere 65 $ aushändigen, da der Typ in Arequipa nur die Hälfte des Betrages überwies, der Eintritt zum Machu Picchu und der Zug nach Cusco daher nicht reserviert und bezahlt wurde!
Mach mich jetzt auf den Weg dem Geld nachzurennen, notfalls mit der Turisten Polizei.


euer Rodolfo

Sonntag, 18. Mai 2008

Grosser Norden





Hallo Freunde,

mein Moto hat mich weiter durch die Wueste gebracht. Von San Pedro de Atacama bis nach Iquique an der Kueste. Doch diese Stadt ist nicht wirklich der Hammer. Dort gibt es eine Duty Free Zone, wegen der die Gegend auch ein bisschen gefaehrlich ist. Autoschieber-Banden treiben da ihr unwesen. Also wieder zurueck zur Ruta 5 Norte und auf dem Weg dorthin an der stillgelegten MienenFabrik Santa Laura eingekehrt. Danach richtung Arica. Etwa 100 km durch die Pampa Tamarugal und ploetzlich links und rechts der Strasse, Wald. Nicht besonders dicht, aber willkommener Schattenspender in der Wueste. Perfekter Platz zum uebernachten um dann am naechsten Tag nach Arica weiter zu reisen.
Vor ca. 3 Std in Arica angekommen, bin ich nun im Surfhous untergekommen. Wie der Name schon sagt, bin ich mit meinem Motorrad hier ein Exot.

Viele Gruesse und bis bald

Rodolfo (koennen die Chilenen besser aussprechen)

Sonntag, 11. Mai 2008

Unendliche Weiten...





Hallo liebe Freunde,


ich bins wiedermal. In der Zwischenzeit hab ich doch ganz schoen Kilometer geraspelt. Nach der Zeit in Vicuña hab ich mich wieder an die Kueste verdrueckt. Habe eine Nacht in dem kleinen Fischerdorf namens Huasco. Die Strecke dorthin hat mir meine etste Wuestenerfahrung gebracht. Strassen nur geradeaus und links und rechts nur Steine und Sand.

Danach weiter auf der Ruta 5 Norte nach Copiapo. Die Stadt ist eine Oase in mitten der Wueste. Wollte von dort aus eigentlich in den Parque Nacional Tres Cruces, campieren. Habe mich auf das hin auch in einem Turibuero informiert. Als mich die Frau am Schalter allerdings darueber aufklaerte das es in den Naechten bis zu -25 Grad C kalt wird, habe ich mich ohne viel ueberlegen dazu entschlossen stattdessen in den PN Pan de Azucar an der Kueste zu fahren!!

Dieser Park war auch sehr schoen und mit dem Camping direkt am Meer gab es auch nichts zu maeckern. ( Pan de Azucar heist so viel wie Brot aus Zucker)

Am naechsten Tag satte 400 km weiter durch die Atacama Wueste nach Antofagasta. Am Tage in der Wueste unheimlich heiss und die enzigen Schattenplaetze fuer eine kleine Pause sind die Strassenschilder am Wegesrand. Die Stadt selbst sehr gross. Habe am Abend einen Typen namens Christian kennen gelernt, der mich nach einem kurzen Gespraech zu sich nach Hause einlud um Cazuela (Fleisch/Gemuese-Eintopf) zu essen. Er selbst ein Minero aus der Gegend.

Nach zwei Tagen Stadtleben via Calama nach San Pedro de Atacama. Hier hab ich eine sehr gmuehtliche Unterkunft mit Campareal gefunden. Sehr Stressfrei hier. Von hieraus hab ich eine Tour zu den Geysieren del Tatio miterlebt. Puenktlich zum Sonnenaufgang auf dem ueber 4300 m.u.M gelegenen Plateau angekommen, ging das Spektakel auch schon los; aus ueber 100 Erdloechern schiesst Wasser und Dampf mit ca. 85 Grad Tempeatur in die Hoehe. Ueberwaeltigend zudem das Valle de la Luna und der Salar de Atacama.......!!!!!!


So, ich widme mich jezt wieder der Gemuehtlichkeit

Hasta luego Rodolfo

Donnerstag, 1. Mai 2008

Erster Regen





Hola Amigos,


bin jetzt eine Weile unterwegs richtung Norden. Habe in der Nacht auf den Geleisen nicht nur gehofft das kein Zug kommt, ich wurde auch noch von meinen ersten Regenfaellen in Chile ueberrascht. Das Zelt nass verpackt und zwei Naechte in La Serena in einem Hostel namens suiza (traegt allerdings nur und wirklich nur den den Namen suiza) verbracht.

La Serena ist ein kleines Staedtchen mit alten und zum teil historischen Gebaeuden. Von den Laeuten her aehnelt es ein wehnig St. Moritz. Viele Laeute mit Geld und viele die es einfach so haben wollen.....

Von La Serena aus wollte ich ein Observatorio (Sternwarte) besuchen um mal so richtig in die Sterne zu gucken, war leider nichts. Zu viele Regenwolken verdeckten die Sicht. Die Region Coquimbo ist auf der ganzen Welt dafuer bekannt, gut mehr als 300 Wolkenlose Naechte im Jahr zu haben, hmm....!

Auf das hin, zog ich weiter nach Vicuña im Valle Elqui. Habe hier auf einem eigentlich geschlossenen Camping Unterschlupf gefunden. Zwei Arbeiter die den Pool reparieren haben mir Einlass gewaehrt, muy amable! Von hier aus hat´s dan auch mit dem Sterngucken geklapt. Und zwar im Observatorio la Mamalluca auf dem gleichnamigen Berg. Wirklich intressant was ich gesehen und gehoert habe. Die Tour hab ich natuerlich auf spanisch gebucht und erstaunlich viel verstanden (das meiste waren ja auch Zahlen)

Vicuña ist ein sehr gemuehtliches Dorf, ohne viel Verkehr und einem huebschen Plaza de Armas im Zentrum. (In Chile hat es wahrscheinlich in jeder Stadt/Dorf mit mehr als 1000 Einwohnern ein Plaza de Armas, was soviel wie Platz der Waffen heisst)

An sonsten gehts mir gut, die Tage sauwarm und die Nachte arschkalt....

Liebe Gruesse an euch alle und hasta luego....

ROLFO